Online Conference

2. Global Goals Forum


Online Konferenz 2022

Rio+30:

Rethinking Globalisation

Die Corona-Pandemie ist in vielerlei Hinsicht eine Zäsur. Sie zeigte die Anfälligkeiten und Schwächen unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften. Droht jetzt eine De-Globalisierung? Nein. Die Pandemie war in erster Linie eine Krise der internationalen Handelsbeziehungen und beendet die Globalisierung nicht. Doch die Globalisierung wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Das Zeitalter der ungestörten Globalisierung mit immer mehr Freihandel, geringeren Zöllen und internationalen Regeln geht zu Ende. Die Pandemie verstärkt den Trend zu mehr Protektionismus und beschleunigt den Technologie-Wettlauf. Beides Entwicklungen, der schon vorher eingesetzt haben, jetzt aber immer öfter konflikt-belastet erlebt werden. Fazit: Die Globalisierung lebt weiter – aber sie verändert sich. Die Folgen dürften einen erheblichen Teil des 21. Jahrhunderts prägen. Wir sind am Beginn einer neuen Ära – einer Ära der Unordnung, aber auch eine Ära der Veränderung. Und darin liegen Chancen. Das 2. Global Goals Forum geht der Frage nach, wie wir ganz konkret die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung als Blaupause für eine gerechte Zukunft nutzen können.

Hintergrund:

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. Die einen verbinden damit eine Phase weltweiter Demokratisierung, wirtschaftliches Wachstum und damit die Reduktion von Armut. Andere hingegen beklagen die Dominanz der Ökonomie in allen Lebensbereichen, ökologischen und sozialen Raubbau sowie eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Seit dem Ende des Kalten Krieges 1990 hat die Globalisierung die Weltwirtschaft komplett verändert. Aber auch die politische Architektur hat sich verändert: Der Aufstieg des Multilateralismus und damit einer regelbasierten Weltordnung ist gerade vor diesem Kontext zu verstehen. So wird etwa mit dem Erdgipfel von Rio 1992 der Grundstein für nachhaltige Entwicklung und spätere Rahmenwerke wie das Pariser Klimaabkommen und die Sustainable Development Goals gelegt.

Andererseits wird Globalisierung inzwischen von vielen Seiten kritisiert, weil sie ihre Versprechen nicht erfüllt hat – sowohl was das Wachstumstempo als auch die Verteilung der Gewinne in der Gesellschaft angeht. Viele Menschen empfinden sich als Verlierer dieser Globalisierung, sie erleben Globalisierung als Bedrohung und sehen insbesondere in Unternehmen Profiteure, die sich maßlos und skrupellos bereichern. Schon UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte deshalb in 2000 eine gerechtere Globalisierung ein und rief dazu den UN Global Compact ins Leben.

Wohin steuert die Globalisierung? Ein Weiter-so ist angesichts der Herausforderungen von Covid, Klimawandel und Verschuldung sicher keine Option. Eine De-Globalisierung birgt aber auch große Gefahren für Frieden und Wohlstand. Das Global Goals Forum geht deshalb anlässlich der Rio+30 Aktivitäten der Frage nach, wie Globalisierung nachjustiert und nachhaltig ausgerichtet werden kann. Die Wirtschaft und das Finanzwesen haben in der Vergangenheit wohl am meisten von der offenen, regelbasierten internationalen politischen und wirtschaftlichen Ordnung profitiert. Funktionierende, inklusive Gesellschaften sind deshalb in ihrem ureigenen Interesse. Wie können daher Geschäftsmodelle mit den Global Goals verbunden werden? Und wie nutzen wir ganz konkret die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung als Blaupause für eine SDG Wirtschaft?

Das Global Goals Forum versteht sich als „Marktplatz der Ideen“: In einer Zeit, wo Unvorhersehbarkeit die Signatur unserer Welt zu sein scheint, gibt die Konferenz führenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ein Forum, um zentrale Fragen wie gerechte Globalisierung, Klimawandel und unternehmerische Verantwortung zu diskutieren.

Das Forum wird im Sinne eines „Walk the Talk“ Platz für Diskussion, aber auch die Entwicklung ganz konkreter Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft geben.

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